How it feels to be an Innenarchitekt

How it feels to be an Innenarchitekt
Innenarchitekt Berlin studio kristin engel

Wie arbeite ich, worin liegt das sehr persönliche meines Gestaltungsprozesses? Zeit für einen kurzen Einblick in mein Arbeits- und Seelenleben. Denn ich bin mit Herz, Bauch und Hirn Architektin und tobe mich besonders gern bei der Gestaltung der Innenräume aus. Was macht ein Innenarchitekt, was macht meine Tätigkeit aus und besonders?

Raum ist ein Gefühl

Architektur und Raum hatten für mich schon immer einen sehr besonderen Reiz, schon als Kind. Ich liebte es bereits damals Räume zu verändern, durch das Hinzufügen, Weglassen, Umstellen von Möbeln und Gegenstände neue Situationen und Perspektiven zu erschaffen. Das Spielen und Ausprobieren mit Materialien und Farben. Damals folgte ich eher meinem Baugefühl und Gespür. Und trotz einer sehr guten Universitätsausbildung, die ich genossen habe und all der Erfahrung, die ich sammeln durfte, ist mein Bauch noch heute wichtigste Entscheidungshilfe. Ich denke, so tickt jeder Innenarchitekt. 

So arbeitet ein Innenarchitekt / Architekt

Es ist auch bei meinen eigenen Projekten so. Als Architektin sehe ich Orte und die Menschen dahinter, sehe räumliche Funktionen und persönliche oder bauliche Ansprüche. Während ich mit den Menschen spreche, die Orte analysiere, bauliche Gegebenheiten und Bedürfnisse abklopfe, formt sich Stück für Stück in mir ein wages, großes Gefühl. Dann spüre ich schon die Vorfreude, etwas Neues gestalten zu dürfen. Ja, etwas Großes! Für mich ist es immer etwas Großes, weil immer all mein Innerstes im Entwurf steckt und weil auch für meinen Kunden selbst nichts größer und wichtiger ist, als seine direkte, persönlichste Umgebung.  

Meine Aufgabe ist es, Mensch und Raum als Ganzes zu betrachten. Wir stehen in einer ständigen Wechselwirkung zur Umgebung, das eine ist ohne das andere nicht vorstellbar. Aus diesem Grund möchte ich Orte schaffen, die eine hohe Aufenthalts- und Raumqualität bieten. Gute Orte sind irgendwie auch für mich schwer zu beschreiben. Man erspürt sie! Man taucht in sie ein und fühlt sie. Mich selbst beeindrucken schöne Orte, sie beflügeln und beseelen mich. Ich betrete sie und erlebe kleine oder auch große Glücksgefühle. Ja, es gibt Orte, die betrete ich und ich habe Pipi in den Augen vor Rührung. Das klingt vielleicht kitschig, aber so ist es. Bitte erzähl’ es nicht weiter. 

Aus diesem Gefühl werden erste Striche und Skizzen, dann eine immer konkreteres Raumkonzept, eine Planung. Stück für Stück formt sich dieses Gefühl zu Raum. Erst auf Papier, später zu ganz real. Meine Arbeit folgt vielen gestalterischen Regeln, die Grundlage guter Gestaltung sind. Sie wird beeinflußt von Richtlinien, Regelwerken und Gesetzen. Und doch ist nichts so wichtig, wie die Intuition und die Fähigkeit, die Räume zu spüren, noch bevor sie überhaupt erbaut wurden. Dieses erspüren bringt auch diese Leichtigkeit, die gute Räume ausmacht. Sie wirken nie willkürlich, nie steif und erzwungen. Sie erscheinen immer als schöne, logische Konsequenz, als entstünden sie aus einer tiefen Selbstverständlichkeit heraus. Ich liebe das. It’s great to be an Architekt or Innenarchitekt.

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https://www.studiokristinengel.de/ueber-mich/

Blog: stadtbude – Einrichtungsberatung: Farben und Wirkung – grün

Wie die meisten wissen, Farben spielen in unserer Einrichtungsplanung eine sehr wichtige Rolle. Denn farbpschologischen Auswirkungen schlagen auf unsere Stimmung, beeinflussen unser Empfinden und damit letztendlich auch unser Handeln, Denken, Fühlen. Als Architektin und Interior Designerin möchte ich ein bisschen Aufklärungsarbeit leisten und Hilfe geben im Bereich Farbgestaltung. Aus diesem Grund gibt es die aktuellen Blogbeiträge zu “stadtbude-Einrichtungsberatung”. In diesem Beitrag geht es um die Farbe Grün.

Erfrischend und wohltuend, belebend und beruhigend – Grün kann alles!

Erfrischend, belebend, beruhigend, wohltuend – Grün wirkt wie ein spritziger Smoothie. Grün tut unserem Auge und unserer Seele gut. Es ist die frische Farbe saftiger Wiesen und die erholsame tiefe Nuance kühler Wälder. Grüne Farbtöne setzen wir gleich mit Natur und Leben, Neuanfang und Gesundheit. Beim Anblick können wir auftanken, durchlaufen eine mentale Reinigung – Grün ist Wellness.

Zarte Grüntöne, wie sie im Frühjahr in der Natur zu finden sind, stehen für Jugendlichkeit, Vitalität, Frische, Aufbruch und Neuanfang. Maigrün, Frühlingsgrün, Grasgrün- der Name ist Programm. Pastellige Töne wirken immer auch etwas niedlich und kindlich, erinnern an Pistazieneis und Waldmeisterbrause. Sie wirken belebend und inspirierend, fördern Kreativität und Kommunikation. Demzufolge bieten sie sich in Bereichen wie Küche, Wohnzimmer, Kinderzimmer aber auch Arbeitszimmer ausgesprochen gut an. Kombinieren lassen sich die hellen, zarten Töne auch besonders gut zu hellen Naturmaterialien, wie hellem Holz, weiße und beigefarbene Textilien oder Korbmaterialien.

Dunkleres Grün wirkt erholsam, beruhigend und konzentrationssteigernd. Wir fühlen uns angenommen und angekommen, wollen versinken und tief einatmen. Beim Anblick dunkler Grüntöne spüren wir eine starke Verbindung zur Natur. Der Urban-Jungle-Trend greift diese Farbe in all ihren Schattierungen besonders gern auf, denn sie passt perfekt zu dunklen Naturmaterialien wie braunem Leder, warmem Holz, Kork oder Bast. Und natürlich zu Zimmerpflanzen, denn die sind ja Voraussetzung für einen Dschungel, ohne wäre ja doof. Dunkle blau-grün Töne geben allem eine besondere Tiefe, Unergründlichkeit und wirken meditativ und ausgleichend.

Gedeckte, „dreckige“ Farbtöne sind sowieso in allen Tönen meine absoluten Lieblinge, denn sie wirken unaufdringlicher und immer ein bisschen Vintage und edel, lassen sich dabei auch einfacher mit Materialien und Strukturen unterschiedlichster Art kombinieren. Absolut im Trend sind momentan Töne wie Seegras oder Salbeigrün. Mmmhhh… wie das duftet!