Warum gute Innenarchitektur so wichtig ist

Innenarchitektur Berlin, stadtbude

Warum gute Innenarchitektur so wichtig ist? Weil sie so viel mehr ist, als nur ein paar schöne Räume. Sie kann dein Leben verändern. Klingt übertrieben? Ist es aber nicht! Ehrlich!

Es gibt dieses Sprichwort: „Zeig’ mir deine Schuhe und ich sag’ dir, wer du bist!“ Jepp! Genau das mache ich, wenn du mir deine Räume zeigst. Dein Zuhause sagt so viel über dich aus. Wer du bist, wie du dich fühlst, wie du mit dir selbst umgehst. 

Dass sich viele darüber nicht bewusst sind, in welcher Wechselwirkung wir uns zum Raum befinden, der uns umgibt, wurde mir vor ein paar Tagen in einem Gespräch mit meiner Freundin klar. Ich erzählte ihr von einer sehr netten Kundin, die vor drei Jahren in ihr neues Haus gezogen war, in dem es noch jetzt aussah, wie kurz nach dem Umzug. Überall Kartons, Kisten, Dachboden und ihr komplettes Arbeitszimmer zugestellt und genutzt als Lager. In den letzten Jahren hatte sie viele, viele, teils sehr schöne Möbelstücke geerbt, doch der Platz reichte nicht, sie unterzubringen. Ihre Schwierigkeit war, Struktur zu finden und jemand, der ihr die Möbel harmonisch arrangiert, ihre Besonderheit herausstreicht und einen Ort schafft, der sich wieder nach “Zuhause” anfühlt.

Das Ende von Unruhe und Hilflosigkeit

Was für mich bei diesem Projekt besonders wichtig war: Sie wieder glücklich zu machen und ihr Leben wirklich zu erleichtern. Denn das Chaos in ihrer Wohnung ließ sich auch auf ihr Verhalten übertragen. Sie war überfordert mit der Situation, nervös und hilflos, als ich sie das erste Mal Zuhause besuchte. Ich spürte eine unheimliche Unruhe und Hilflosigkeit. Und mein wichtigster Gedanke war, ihr einen Ort schaffen zu wollen, an dem sie und ihre Familie endlich wieder zur Ruhe kommen können und der sie glücklich macht.

Und es ist mir gelungen! Die Anschließenden Dankes-Nachrichten haben mich sehr berührt. Sie waren voller Begeisterung, Glück und großer Dankbarkeit. Beim Lesen machte sich ein ganz warmes, glückliches Gefühl in meinem Bauch breit. Und ein paar Tränchen in meinen Augen.

Einen sehr privaten, schönen Ort zu schaffen, der Vergangenheit und Zukunft verbindet, an dem sich der Bewohner wieder Zuhause und angekommen fühlt, erfordert Sensibilität und Beobachtungsgabe. Ich muss wirklich erspüren, was die Bewohner brauchen und was zu ihnen wirklich passt. Ich will ihnen keine fancy Kulisse schaffen, in der sie sich wie Fremdlinge fühlen.

Gute Räume sind unheimlich wohltuend und Kraft spendend.

Fühlst du dich frei, stark und glücklich Zuhause, dann spiegelt sich das auch im Umgang mit deinen Räumen wieder. Die Art und Weise, wie du sie benutzt, wie du dich in ihnen bewegst, wie selbstverständlich und ungezwungen du in ihnen lebst. Du kannst dich Fallen lassen, Halt finden, Stärke spüren. Räume machen glücklich, geben neue Energie, Schutz. Sie sind ein Ort zum unbeschwert Freunde treffen oder auch mal in Ruhe allein sein. Wenn die Welt da draußen mal zu hektisch, zu laut, zu anstrengend ist, wird dein Zuhause dein kleiner Planet und Zufluchtsort. Hier gelten deine Regeln, hier wirst du verstanden und geliebt. Hier verwöhnst du dich und tankst auf. 

Schlechte Räume jedoch rufen genau das Gegenteil hervor! Unruhe und Nervosität, schlechte Stimmung und Unbehagen. Sie können sogar krank machen. Und das blöde, die meisten merken es nicht einmal! Ihnen ist nicht bewusst, welch’ entscheidenden Einfluss unsere Umgebung, erst rechte unsere privatesten Räume, auf uns haben. Ein Unbehagen beim Leben in den Räumen, das sich oft schwer fassen und bestimmen lässt. Wie ein nerviges Geräusch, dem man sich nicht mehr bewusst wird und das man erst vermisst, wenn es nicht mehr da ist. Plötzlich stellt man fest, welche riesige, positive Auswirkung diese kleine Veränderung hat. Wie gut wir uns plötzlich fühlen, wie viel entspannter wir auf einmal sind.

In meiner Arbeit erlebe ich oft, dass eine Neugestaltung der Räume auch mit einem kleinen Neuanfang im Leben einhergeht. Innenarchitektur kann hier eine entscheidende Stellschraube zu mehr Entspannung und persönlicher Zufriedenheit sein. Endlich wieder Schönheit und Struktur im Leben, mehr Halt und Ordnung. Diese neue Ordnung und Wertschätzung beginnt in den eigenen vier Wänden und zieht sich dann langsam über die weiteren Lebensbereiche hinaus. Denn Räume wirken auf uns, immer! Sie haben starken Einfluss auf unser Befinden, ob bewusst oder unbewusst. Dem können wir uns nicht entziehen! Raumqualität ist also kein entbehrlicher Luxus, sondern Notwenigkeit fürWohlbefinden und Zufriedenheit. 

Man muss sich wohl in seiner Haut fühlen, heißt es immer. Das stimmt total. Unsere Wohnung ist unsere Hülle, unsere zweite Haut!

Mehr zum Thema Raumwirkung findest du hier: https://www.studiokristinengel.de/2019/07/19/raum-wirkt-immer/

Blog: stadtbude – Einrichtungsberatung: Farben und Wirkung – grün

Wie die meisten wissen, Farben spielen in unserer Einrichtungsplanung eine sehr wichtige Rolle. Denn farbpschologischen Auswirkungen schlagen auf unsere Stimmung, beeinflussen unser Empfinden und damit letztendlich auch unser Handeln, Denken, Fühlen. Als Architektin und Interior Designerin möchte ich ein bisschen Aufklärungsarbeit leisten und Hilfe geben im Bereich Farbgestaltung. Aus diesem Grund gibt es die aktuellen Blogbeiträge zu “stadtbude-Einrichtungsberatung”. In diesem Beitrag geht es um die Farbe Grün.

Erfrischend und wohltuend, belebend und beruhigend – Grün kann alles!

Erfrischend, belebend, beruhigend, wohltuend – Grün wirkt wie ein spritziger Smoothie. Grün tut unserem Auge und unserer Seele gut. Es ist die frische Farbe saftiger Wiesen und die erholsame tiefe Nuance kühler Wälder. Grüne Farbtöne setzen wir gleich mit Natur und Leben, Neuanfang und Gesundheit. Beim Anblick können wir auftanken, durchlaufen eine mentale Reinigung – Grün ist Wellness.

Zarte Grüntöne, wie sie im Frühjahr in der Natur zu finden sind, stehen für Jugendlichkeit, Vitalität, Frische, Aufbruch und Neuanfang. Maigrün, Frühlingsgrün, Grasgrün- der Name ist Programm. Pastellige Töne wirken immer auch etwas niedlich und kindlich, erinnern an Pistazieneis und Waldmeisterbrause. Sie wirken belebend und inspirierend, fördern Kreativität und Kommunikation. Demzufolge bieten sie sich in Bereichen wie Küche, Wohnzimmer, Kinderzimmer aber auch Arbeitszimmer ausgesprochen gut an. Kombinieren lassen sich die hellen, zarten Töne auch besonders gut zu hellen Naturmaterialien, wie hellem Holz, weiße und beigefarbene Textilien oder Korbmaterialien.

Dunkleres Grün wirkt erholsam, beruhigend und konzentrationssteigernd. Wir fühlen uns angenommen und angekommen, wollen versinken und tief einatmen. Beim Anblick dunkler Grüntöne spüren wir eine starke Verbindung zur Natur. Der Urban-Jungle-Trend greift diese Farbe in all ihren Schattierungen besonders gern auf, denn sie passt perfekt zu dunklen Naturmaterialien wie braunem Leder, warmem Holz, Kork oder Bast. Und natürlich zu Zimmerpflanzen, denn die sind ja Voraussetzung für einen Dschungel, ohne wäre ja doof. Dunkle blau-grün Töne geben allem eine besondere Tiefe, Unergründlichkeit und wirken meditativ und ausgleichend.

Gedeckte, „dreckige“ Farbtöne sind sowieso in allen Tönen meine absoluten Lieblinge, denn sie wirken unaufdringlicher und immer ein bisschen Vintage und edel, lassen sich dabei auch einfacher mit Materialien und Strukturen unterschiedlichster Art kombinieren. Absolut im Trend sind momentan Töne wie Seegras oder Salbeigrün. Mmmhhh… wie das duftet!